KOMMA

 

Ausgabe Nr. 109-110|2013

 

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Wie soll man diese Zeiten nennen? Skurril? Verrückt? Verdreht?

Eine CDU, die keine klaren Positionen mehr kennt, die die neue „Willkommenskultur“ pflegt und Muttis flauschigen Schmusekurs fährt. In Garbsen fackelt eine Jugendgang von Migranten die evangelische Willehadi-Kirche ab. Ihr Anführer heißt Mohammed. In Deutschland sind im vergangenen Jahr nach OSZE-Informationen 414 christenfeindliche Übergriffe verübt worden. Zu den erfassten Delikten zählen Gewalttaten, Kirchenschändungen und Diebstahl. Medien, Politiker und die Kirchen schweigen.

„Konzept Winterlicht“

Christliche Feste sind in Deutschland vom Aussterben bedroht. Wurden sie in der DDR jahrzehntelang staatlich bekämpft, so erledigen im Westen Gleichgültigkeit und eine bizarre Form von Religionstoleranz den Rest. Da werden Weihnachtsfeste in „Jahresendfeiern“ umbenannt und Weihnachtsmärkte in Berlin-Kreuzberg dürfen nur noch als „Wintermärkte“ firmieren.

Solingen denkt über ein „Konzept Winterlicht“ anstelle einer christlichen Adventsbeleuchtung nach. In dieses Bild passt der Fall einer Kita im hessischen
Bad Homburg. Dort soll das Fest zum Heiligen Sankt Martin künftig als „Sonne-Mondund-Sterne-Fest“ zelebriert werden. Die Begründung: Muslime könnten sich durch dieses christliche Fest in ihren Gefühlen verletzt fühlen, entscheidet man da über deren Köpfe hinweg. Die aber sehen das anders: Dass St. Martin ein katholischer Heiliger sei, stelle für Muslime keinen Hinderungsgrund da. Denn das Leben von St. Martin sei doch geradezu vorbildlich, auch für Muslime. Der Gedanke des Teilens spiele auch im
Islam eine große Rolle.

Sinterklaas und Zigeunersauce

Weil sich ein Verein von Sinti und Roma diskriminiert fühlt, soll die Zigeunersauce umbenannt werden. Der Hersteller wehrt sich. Genau wie andere: die Holländer. Viele Niederländer reagieren mit wütenden Protesten auf Vorwürfe der Vereinten Nationen gegen ihr Nikolausfest. Eine Expertengruppe der Uno hatte das Fest als rassistisch
eingestuft und die Abschaffung gefordert. Der niederländische „Sinterklaas“ wird traditionell von einer Schar schwarzer Helfer, den „Zwarte Pieten“ (Schwarzen Petern), begleitet.

Innerhalb eines Tages unterstützten fast eine Million Niederländer auf Facebook eine „Pietition“ für die Tradition. Es sei nur ein Kinderfest, argumentierten Zehntausende Nutzer. Wer den Brauch verurteile, verstehe ihn bloß nicht. Zum Vergleich: Eine andere Facebook-Seite, auf der die Figur des Schwarzen Peters als rassistisch bezeichnet wird, verzeichnet seit 2011 lediglich 7.000 Likes.

Hysterie und Hass

Dann die Kirche in Deutschland. Oder besser gesagt: die Arroganz jener „Wir sind Kirche“-Vertreter, ob in Zivil oder Ornat. 31 Millionen Euro hat der Bau des Diözesanen Zentrums St. Nikolaus in Limburg gekostet: Das ist eine ordentliche Summe. In anderen Bistümern werden dreistellige Millionenbeträge verbaut. Und niemanden regt das auf. Nur in Limburg. Warum bloß?

Br. Paulus Terwitte verteidigte den Limburger Bischof und kritisierte die Kritiker: „Ich finde es langsam unerträglich, dass offensichtlich bestimmte Kreise der Kirche glauben, sie können die Öffentlichkeit instrumentalisieren, um ihre Interessen durchzusetzen.“ Der bekannte Frankfurter Kapuzinerpater Paulus Terwitte plädiert dafür, im Zusammenhang mit den Kosten rund um die bischöfliche Residenz in Limburg die Kirche im Dorf zu lassen. Denn es handle sich ja nicht um einen Bischofssitz, sondern es gehe um ein „historisches Ensemble auf dem wunderbaren Limburger Domberg“. „Und wenn man weiß, dass ein Kilometer Autobahn 40 Millionen Euro kostet, finde ich, dass 31 Millionen für ein bischöfliches Haus für Schwestern und für Tagungen und für Museum und für all diese Dinge, das dies zunächst erst einmal nicht ganz so erstaunlich ist“, stellte der Kapuziner klar.

Einfach widerlich die Hetzjagd auf den Bischof von Limburg, der auf Bitten des Vatikans aus dem Ruder gelaufene Zustände im Bistum geändert hatte. Hass, Zynismus, Hysterie! Ein unterirdisches Krisenmanagement von Seiten des Bischofs tat sein Übriges zur Eskalation dazu. Auch der renommierte Journalist Markus Günther kritisierte
die Berichterstattung im Fall Limburg scharf. In der Talkshow „Markus Lanz“ sagte Günther: „Wir sind hier im römischen Zirkus. Die Löwen von heute, das sind die Medien. Und die Menge johlt, wenn der Nächste durch die Arena gehetzt wird und aufgibt.“

Kein Prunk- und Protz-Bischof

„Echter Prunk sieht anders aus: Die Limburger Bischofsresidenz wurde mit Grips und Stil geplant und mit Sinn für Denkmalschutz und Qualität gebaut. Andere Bistümer haben prachtvollere Sitze oder mehr Geld für die Neugestaltung ihrer Zentralen ausgegeben.“ Darauf wies Burkhart Ewert in seinem Kommentar in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zur Causa Limburg hin. Das Mitglied der Chefredaktion statuierte weiter: „Auch ein Behörden-, Museums- oder Firmengebäude kann unter vergleichbaren Bedingungen schnell mit 30 Millionen Euro und mehr zu Buche schlagen.“ Die Limburger Affäre sei „kaum mit den Baukosten zu erklären“.

Ewert nennt als tieferliegende Ursachen für die Entzweiung im Bistum u. a.: „Tebartz-van Elst hat sich in seinen Gemeinden wenig Freunde gemacht, weil er nach seinem Amtsantritt in einem bis dahin heimeligen Bistum auf Effizienz und Sparsamkeit drang, Stellen strich und Bezirke zusammenlegte.“ Und: Seine „Haltung“, der Bischof stehe nämlich „kanonistisch auf konservativer Seite“: „Er führte strenge liturgische Vorschriften ein und tolerierte als Leiter der Ehe- und Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz nicht mehr Priester, die gleichgeschlechtlichen Paaren ihren Segen gaben.“

„Task-Force der Bischofskonferenz“

Auch der katholische Publizist Peter Seewald ging mit der Kirche in Deutschland hart ins Gericht. Das „Lehrstück von Limburg“ lasse nicht nur „tiefsitzende antikatholische Reflexe“ in der Öffentlichkeit erkennen, schreibt der Vertraute des emeritierten Papstes Benedikt XVI. im Münchner Magazin „Focus“. Es zeige auch „die Kirche selbst in einer Erstarrung, aufrecht erhalten von staatlicher Alimentation statt von der Kraft des Glaubens“. Der Journalist vermisst „eine Task-Force der Bischofskonferenz“, „die in der Krise den verunsicherten Gläubigen über Limburg hinaus hätte beistehen können“, und „Hirten, die sich stellen, mutig genug, sich auch einmal verprügeln zu lassen, wenn ihre Herde Schutz braucht“. Stattdessen sei „eine Amtskirche sichtbar geworden, müde, ausgezehrt, lahm und langweilig“.

Ja, es gab schon eine Reihe von Journalisten, die dem Bischof beisprangen. Unter seinen Amtsbrüdern fand er solch einen Rückhalt nicht. Mal sehen, welchen romtreuen Bischof es als nächsten trifft. Einen, der im Februar seinen Bischofsstab aus Altersgründen abgeben wird, hat es schon erwischt: den Kölner Kardinal Meisner. Obwohl, eigentlich lächerlich: Eine Dame und fünf Herren aus Köln (zwei emeritierte Professoren sowie die Vorsitzende des Katholikenausschusses) haben dem Papst die „Denkschrift Kölner Katholiken“ geschickt, um den Eindruck zu erwecken, die Mehrzahl der Kölner Katholiken stünde hinter ihrer mehr als peinlichen Amtsführung des Kölner Kardinals. Ganz kurios aber ist die Mitteilung der aufrechten Sechs an den Papst, welche Eigenschaften man nun denn vom neuen Erzbischof erwarte. Sicherlich wird dies den Pontifex zutiefst beeindrucken.

Was ist da los?

Man könnte fortfahren: Was ist da los, wenn einige deutsche Bischöfe den Weltbild Verlag zur Wiederherstellung seiner Liquidität mit 70 Millionen Euro (!) unterstützen wollen – ein Verlag, der sich sicher nicht gerade durch Glaubenstreue und Kirchennähe auszeichnet, sondern auch Pornos, Horror und Esoterik im Sortiment führt. Geht es hier nur um die Sicherung von Arbeitsplätzen?

Mehr als unverständlich ist auch, dass der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, im Bundestagswahlkampf die Partei „Alternative für Deutschland“, die sich für Lebensschutz und Förderung kinderreicher Familien engagiert, verunglimpft – und gleich nach der Wahl das Ausscheiden der eher kirchenfeindlichen FDP öffentlich bedauert! Was ist da los?

Was ist mit dem Freiburger „Alleingang“ gegen des ausdrücklichen Willen des Papstes in der so schwierigen und sensiblen Frage des Sakramenten-Empfangs von wiederverheirateten Geschiedenen? Warum verleiht die Deutsche Bischofskonferenz den katholischen Medienpreis 2013 einer Dame, die sich selbst bei der Preisverleihung als Verfechterin der Abtreibung präsentiert – und hierfür beklatscht wird? Warum lesen Medien und Vertreter der deutschen Kirche aus päpstlichen Verlautbarungen nur das, was sie hineininterpretieren? Die wichtigsten Anliegen des Papstes heißen: Entklerikalisierung, Missionierung, Neuevangelisierung! Dies aber
greift niemand auf.

Wie noch Weihnachten feiern?

Jeder von Ihnen wird weitere eigene Erfahrungen gemacht haben – mit Politik, Gesellschaft und Kirche. Sie wissen alle, wo wir inzwischen angekommen sind! Doch die Frage, die man immer wieder hört, ermüdet und strotzt vor Selbstmitleid: Wie kann man denn bloß in diesem heidnischen Deutschland, laizistischen Europa, in dieser gottlosen Welt überhaupt noch Weihnachten feiern?

Deutschland ist nicht heidnisch und die Welt nicht gottlos! Wenn es auch gottferne und offenkundig schlimme Entwicklungen in Europa gibt, und wenn auch aktuelle „deutsche Zahlen“ Stöhnern und Unken neue Nahrung schenken. Mehr als 50 % aller Ehen werden heute geschieden. Seit 1990 hat sich die Zahl der Katholiken in Deutschland um 2,5 Millionen verringert. Immer weniger Menschen werden getauft, gefirmt, gehen zur Kommunion. 1950 besuchten 50 % Katholiken die Sonntagsmesse, heute noch ca. 10 %. Gemeinden werden zusammengelegt, Kirchen verkauft, Priesterseminare geschlossen.

Das Positive sehen!

Starker Tobak, klarer Trend! Da lässt sich wenig „interpretieren“. Also: „Um so mehr auf das Positive zeigen“, fordert mancher. Recht hat er, aber wo? Oft muss man zur Lupe greifen. In Köln hat sich jemand bekehrt, in Münster gibt es eine großartige Gebetsinitiative junger Leute und in Dresden trifft sich ein neuer Priesterkreis. Natürlich wird man müde, immer wieder solche „Kleinigkeiten“ hochzujubeln, während die Volkskirche stirbt und Minarette Kirchtürme ersetzen. Trotzdem sollte der Blick genau diesen unscheinbaren christlichen Biotopen und Ereignissen gelten. Jede persönliche Bekehrung nämlich ist ein dramatisches Ereignis, wobei ein spektakuläres christliches Massenereignis völlig belanglos sein kann.

Also, so unscheinbar es auch sein mag, auf Positives hinweisen. Redakteuren, Priestern und Politikern für mutige Statements und Berichte telefonisch oder per Mail danken! Das schenkt Mut zu mehr! Erlauben Sie mir, einige andere „Mutmacher“ zu benennen:

Sonntags besuchen immer noch weitaus mehr Christen ihren Gottesdienst als Fans in alle deutschen Fußballstadien strömen. Sogar die gigantische TV-Werbemaschinerie in Sachen „Fußball“ konnte dies bislang nicht ändern. Auch ganz interessant: Selbst in der bitteren Nachkriegszeit besuchte laut obiger Statistik nur jeder zweite Katholik die Messe. „Früher“ war also auch nicht alles golden.

Die deutsche Kirche, und nicht nur der böse Zeitgeist oder die gerne zitierte von Gott aus Europa „abgezogene Gnade“, trägt Mitschuld am unzweifelhaften Sterben der Volkskirche. Angemessene Kritik an klerikaler Anbiederung und kirchlicher Lust an der Selbstzerfleischung gab es genügend. Doch man lächelte nur mitleidsvoll über jene „Mahner“, während man selbstverliebt den Mief aus den Kirchen ließ. Und endlich „neue Formen“ schuf – die sich recht bald für viele Kirchbesucher als unerträglich entpuppten: Albernes Gehabe, überzogenes „Einbringen“ der Laien und „Einbeziehen“ der Kinder sowie stetes Wettern gegen Rom, gegen die Bischöfe und katholisches Glaubensgut, miese Stimmung und Nörgeln „intro muros“ – all das hat viele Katholiken verunsichert und verärgert.

Viele Menschen fühlten sich nicht mehr ernstgenommen,wenn sie sonntags an den fröhlichen Gemeindetreffen teilnahmen, bei denen vier Katechetinnen mit vielen bunten Zetteln um den Altar kreisten, Pinnwände hin- und herschoben, der Priester irgendwo teilnahmslos dabei saß, um später mit selbst kreiertem Ritus zu überraschen, man stets lächelnd sang, sich dabei befreit an den Händen hielt und erlöst strahlte, wenn möglichst viele Kleinkinder im Mittelgang tobten. Das war keine kernige Kirche mehr, die sie da erlebten, sondern albernes und undiszipliniertes Getue so mancher Beseelter. Wie sollten hier Ehrfurcht, Gottesgröße und Mysterium spürbar werden? Und für welchen jungen Mann soll denn der Priesterberuf noch attraktiv sein angesichts der Demokratisierung von Pfarrstrukturen und der Frauenpower in den Pastoralteams, die den Geistlichen häufig zum Komparsen degradieren?

Dann jene relativistische Glaubenssicht, die nur noch den frischen Quell, guten Hirten und die grüne Au kannte, und nicht mehr genauso Gebote und Sünden, Tod und Teufel sowie das Drama des einzelnen persönlichen Lebens. Diese systematische Verdrängung elementarer Glaubenssubstanz hat vielen Gläubigen die Überzeugung genommen, der Glaube sei existentiell und fundamental. So blieb man fortan sonntags lieber im Bett, wenn die Sonntagsglocke läutete.

Auch das macht Mut: Hat Christus uns „Friede-Freude- Eierkuchen“ und einen bequemen „deutschen Verbandskatholizismus“ verheißen? Hat er uns bequem zu erreichende Gotteshäuser gleich um die Ecke und prunkvolle Akademien und Tagungshäuser versprochen, in denen man gespannt Vorträgen über „Psychische Nöte in der Midlife-Crisis“ oder „buddhistische Momente im Schamanentum“ lauschen kann, Frauengruppen töpfern und liturgisch tanzen dürfen? Sprach er von „flächendeckenden katholischen Kitas“? Von einer Massenbegeisterung für IHN? Oder eher von Ärgernis und Torheit, Leid und Unrecht?

Selbstmitleid und Nörgelei

Die „fetten Jahre“, sie mögen vorbei sein. Doch hat die Finanzkrise manch positive Seite: Schmilzt der Apparat, so kann der Blick auf die wesentlichen und eigentlichen Aufgaben der Kirche wieder ungetrübter werden: Seelsorge, Sakramente, Apostolat. Also, blicken wir nicht auf all die leeren und halbleeren Krüge, sondern auf die halbvollen und vollen Gläschen! Sorgen und Nöte kannten die Menschen in allen Zeiten. Auch zu Weihnachten. Meist schlimmere als heute. Als Christus geboren wurde, litt Judäa unter der römischen Knute. Und unsere Großeltern und Eltern haben manche Weihnacht hungrig und frierend gefeiert. Und doch bot Weihnachten, wenn wir den „Alten“ glauben dürfen, stets die Chance zum Durchatmen, zur Freude, zum Auftanken. Ein Geheimnis – und doch keines. Denn der christliche Glaube spricht den ganzen Menschen an. Nicht nur den Verstand, auch Herz und Gemüt. Und dazu gehören Tannenbaum und Krippe daheim. Sie sind Reichtum, kein spießbürgerlicher Nippesmythos.

Ständig in Selbstmitleid zu verfallen, Hoffnung und Zuversicht zu verlieren, ständig über die „ach so gottlose Zeit“ zu jammern, es bringt nichts – außer schlechter Laune und Melancholie, unter der unsere Umgebung dann häufig leiden muss. Zudem: So gottlos ist unsere Zeit nicht. Nur lässt sich Gott nicht täglich in die Karten schauen. Und er braucht unsere Hände. Mit ihnen sollten wir mitmischen und nicht bloß über die „große Bühne“ lamentieren. Sondern dankbar sein, dass wir unsere „kleine Bühne“ als Biotop und unsere Glaubens- und Gewissensfreiheit erleben dürfen. Deshalb alleine schon sollten wir der Weihnachtsfreude eine Chance geben. Ob es gelingt, das hängt nicht vom Weltgeschehen oder Weihnachtsmarkt ab, sondern allein von unserer inneren Bereitschaft. Und von unserem gesunden „Egoismus“, Weihnachten so zu feiern, wie wir das wollen oder von unseren Eltern „gelernt“ haben. Ungeachtet unserer Umgebung und aller Umstände

Beichten gehen

Und hier ist es dann doch noch, das „böse Zauberwort“, das kaum jemand noch auszusprechen wagt. Denn es gehört nun einmal zu Advent und Weihnachten: die Beichte, eines der sieben Sakramente! Manch einer will „umkehren“, neu anfangen. Wie geht das? Ganz konkret: indem man beichten geht. Wer Weihnachten ernst nimmt, der sollte sich hierauf mit einer guten und ehrlichen Beichte vorbereiten. Vielleicht erstmalig wieder seit Jahren oder Jahrzehnten. Wer die Beichte scheut, weil er nicht so recht weiß, was er sagen soll, der kann getrost auf die Hilfe des Priesters vertrauen. Und wer sich ganz einfach schämt, der sollte wissen, dass das Bekenntnis, das niemandem leicht fällt, die eigentliche Buße ist. Vertrauen, neu anfangen – und beichten gehen!

Wer den Arzt besucht, der wäscht sich zuvor. Wer ein Fest feiert, der putzt seine Wohnung. Und wer Weihnachten den Herrn empfängt, der sollte zuvor seine Seele reinigen. Dann wird sie tiefer, diese Freude auf Weihnachten. Auch hier sollten wir vor allem „das Positive“ sehen: die Beichte ermutigt, neu anzupacken! Vor allem die eigenen Schwächen.

Michael Müller
KOMMA-Chefredakteur  

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